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BMBF – Mittelstandskonferenz 2018 – KMU gestalten die Digitalisierung

Hauptthemen der Mittelstandskonferenz des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) waren die Digitalisierung und der dadurch entstehende Wandel in der Arbeitswelt und der Gesellschaft. Es wurden Themen wie Datenschutz, Datensicherheit und auch der Datenbesitz diskutiert. Außerdem ging es um den „sinnvollen“ Umgang mit Daten und Digitalisierung im Bezug auf Arbeitsbedingungen, Qualifizierung von Mitarbeitern und die Einsetzbarkeit von Mitarbeitern bei bestimmten Tätigkeiten. Es wurden zahlreiche Projekte mit insgesamt über 70 Demonstratoren und 120 Postern präsentiert.

GePRO - Gestenbasiertes Produktionsbegleitendes Redaktionelles Onlinesystem

Die Fischer Information Technology AG stellte gemeinsam mit der APE Engineering GmbH und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Aschaffenburg das Projekt "GePRO - Gestenbasiertes Produktionsbegleitendes Redaktionelles Onlinesystem" vor. Ziel des Projekts GePRO ist die Entwicklung eines Assistenzsystems, welches aufgrund von „gelernten“ Abläufen an einem Montagearbeitsplatz fehlerhafte Abläufe erkennt und hilfreiche Informationen zur Behebung des Fehlers direkt am Arbeitsplatz zur Verfügung stellt. Hierzu werden der Montageablauf bzw. dafür typische Handbewegungen aus der Vogelperspektive mit verschiedenen Sensoren (Infrarot, Tiefensensor, Videobild) erfasst und softwaretechnisch aufbereitet als Soll-Prozess definiert.

Eine Liste mit allen geförderten Projekten ist hier veröffentlicht.

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projekt GePro auf der Mittelstandskonferenz 2018

Das Projekt GePRO leistet einen Beitrag für die wandelbare, manuelle Produktion der Industrie 4.0 und kann vielfältig modifiziert in verschiedensten Branchen eingesetzt werden.

Kleine und mittlere Unternehmen treiben die Digitalisierung in Deutschland

Bereits in der Keynote von Herr Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas des BMBF wurde klar, dass die treibende Kraft in Deutschland nicht von Großkonzernen, sondern von den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ausgeht. Gemessen an den vergebenen Mitteln für die Forschung in der Digitalisierung habe es in den letzten Jahren eine Verschiebung gegeben. Noch vor einigen Jahren sind lediglich wenige Prozente der Mittel an KMU ausgegeben worden. Das Verhältnis der vergebenen Mittel habe sich quasi in den letzten Jahren umgekehrt, sodass im letzten Jahr ca. 70 Prozent aller Fördermittel in den Mittelstand geflossen sind.

Im anschließenden Impulsvortrag von Frau Prof. Dr. Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn und Professorin an der Universität Siegen, wurde weiter darauf eingegangen, dass auch die Mitarbeiter der einzelnen Unternehmen an der Digitalisierung teilhaben müssen. Es ist also zwingend für alle führenden Unternehmen ihre Mitarbeiter entsprechend mitzunehmen und zu qualifizieren.

Wenn das Licht ausgeht, Thema Datensicherheit

Bei der Podiumsdiskussion mit Albert Premer (escos automation GmbH, Berlin, Projekt SHODAN), Karl-J. Wack (let‘s dev GmbH & Co. KG, Karlsruhe, Projekt DaSoMan), Dr. Christian Zenger (PHYSEC GmbH, Bochum, Projekt SecureFog) und Christian Horn (Fraunhofer IPK, Berlin, Projekt EnerSec) ging es im Kern um die Sicherung und Absicherung von Daten und kritischen Systemen.

Es wurde klar, dass der Schutz privater Daten über die DSGVO nur der Anfang sein kann. Gerade Herr Horn beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Schutz von kritischen Systemen. Eine gute Firewall und Virenscanner seinen in Zukunft immer noch unerlässlich, jedoch werden Erkennungssysteme, welche auf Angriffe reagieren oder manipulierte Daten aufspüren, zukünftig noch viel größere Bedeutung erlangen. Das Projekt EnerSec wird hierbei primär für den Schutz der Elektrizitätssysteme in Deutschland eingesetzt, um diese vor Angriffen zu schützen.

Plakate auf der Mittelstandskonferenz 2018

GePRO erkennt fehlerhafte Abläufe an einem Montagearbeitsplatz und gibt sogleich hilfreiche Informationen zur Behebung des Fehlers direkt am Arbeitsplatz

DSGVO und deren Umsetzung

Dass die DSGVO nicht gerade „explizit“ aufzeigt, was erlaubt oder verboten ist, wurde im Allgemeinen bereits ausführlich diskutiert. Darauf ist auch Frau Marit Hansen, Leiterin des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holstein, ausführlich eingegangen. Sie erklärte nochmals ausdrücklich, dass die Umsetzung der DSGVO in Deutschland an sich sehr gut vorangehe, allerdings auf dem Markt viele Unternehmen unterwegs seien, welche aus „der Unsicherheit“ Kapital schlagen wollen.

Insbesondere bei Unstimmigkeiten oder Regeln, welche mehrdeutig ausgelegt werden könnten, werde noch viel zu wenig darauf zurückgegriffen die öffentlichen Stellen zu kontaktieren. Sie machte deutlich, dass es nicht notwendig ist immer auf teure „externe Fachkräfte“ zurückzugreifen.

Vom Land Baden-Württemberg gibt es beispielweise ein öffentliches FAQ, in dem häufige Probleme und Fragen veröffentlicht werden.

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